Wenn das neue Jahr erstrahlt. Zum Sonnenaufgang auf der Stübenwasen

Buchstäblich haben wir den Beginn des neuen Jahres verschlafen, daher möchten wir unseren Lesern als erstes noch ein wunderbares schönes erfahrungsreiches, aber vor allem gesundes Jahr wünschen. Bei uns ging es ganz gemütlich los, dafür aber, das meinen wir zumindest, mit grandiosen Aufnahmen unserer Heimat. Aber überzeugt euch selbst…

Am dritten Sonntag im Januar ging es für uns das erste Mal raus und weil es auch wieder etwas besonderes werden sollte, brachen wir vor dem ersten Hahnenschrei auf. Das magische Licht der aufgehenden Sonne war es, welches uns unter unserer wärmenden Decke vor lockte und uns nach draußen in das schlummernde Morgenlicht in die frostige Natur des Notschrei Gebirgspasses führte.

Der Notschrei Pass (1) mit einer Höhe von 1120 m liegt im Südschwarzwald im Dreisamtal, wo er den Raum Freiburg im Norden und das Obere Wiesental im Süden trennte. Die Bevölkerung Todtnaus und Umgebung war es, welche um 1840, von wirtschaftlichen Gründen geleitet, einen so zu sagen, Notschrei an die Badische Regierung auslöste, das Obere Wiesental und die Stadt Freiburg mit einer Straße zu verbinden. 1848 wurde das Straßenbauprojekt zwischen Todtnau und Oberried realisiert. Heute ist der Notschrei, neben dem Feldberg, ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer im Sommer und Ski und Rodelsport in den Wintermonaten.

Nun standen wir hier, 6.00 Uhr am Parkplatz des Notschrei Center. Es wehte ein kalter , frostiger Wind, doch wir waren warm gekleidet und wir begaben uns entlang der Loipe in die Richtung Stübenwasen, folgend der roten Raute des Westweges. Wir kamen gut voran, der Weg war gut gespurt und führt hier geradezu leicht ansteigend durch den Wald zur Hochebene der Stübenwasen. Im gleichnamigen Gasthaus brannten schon die ersten Lampen und ringsum färbte sich der Himmel in ein violettes Licht. Nun hieß es für uns zügig die Schneeschuhe anschnallen und den restlichen Hügel hoch, um auf das offene Plateau zu gelangen , bevor die Sonne ganz über den Gipfeln der Berge strahlt und unser Ziel, die größte Baumliege der Welt in ihr wärmendes Morgenrot taucht. Diesen Augenblick wollten wir ja nicht verpassen!

Hoch über dem Oberen Wiesental angekommen konnten wir einen wunderschönen Blick über Todtnau und Todtnauberg bewundern, doch wir entschlossen uns schnell, noch ein kleines Stück weiter hinauf zu wandern und über die Kuppe rüber zum Feldberg zu schauen, denn dort ging die Sonne auf und sie schien schon über die Baumwipfel des Waldrandes. Herrlich, dieses ruhige, langsame, wärmende Erwachen des Tages. Wir genossen es hier unsere weiteren Fotoaufnahmen zu machen.

Danach war es dann Zeit zurück zur Baumliege zu laufen und den mitgenommenen Kaffee zu schlürfen.

Ahhhh das war ein gelungener Morgen… gegen 9.00 Uhr schlenderten wir entspannt auf den Rückweg zum Parkplatz. Welcher dann schon prall gefüllt mit Anreisenden, die auf die gut gespurten Loipen wollten, war. Wie gut, dass wir uns schon so früh aus den Federn geschwungen hatten, wäre dies für uns doch zu viel Getümmel. Wir lieben es da eher ruhiger und einsamer. So lassen wir dieses Jahr einfach etwas langsamer angehen. Bis zum nächsten Hahnenschrei… euer Jürgen und Heike

(1) Wikipedia

Ein Kommentar zu “Wenn das neue Jahr erstrahlt. Zum Sonnenaufgang auf der Stübenwasen

  1. Das war ja ein gelungener Morgen und das früh aufstehen hat sich gelohnt um solche schöne Bilder zu machen der südliche Schwarzwald ist halt schon schön viel Spaß bei weiteren Touren 👍

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