Da bin ich wieder. Nun gehts aber los hier, Touren gelaufen, oder auch mal nur ein Ausflug unternommen, Bilder sortiert und bearbeitet und 2 Wochen Urlaub liegen hinter mir. Dazwischen noch meinen Mann bei einer uns beiden am Herzen liegenden Aktion unterstützt, wobei auch paar Fotos entstanden sind in Zusammenarbeit mit Freunden, dazu werde ich einen speziellen Blog Bericht bringen. Lasst euch überraschen! Ja es hat sich einiges angesammelt in den letzten Wochen, aber nicht lang rum geschwätzt, legen wir los… neee Moment ich leg los! Hier kommt mein neuer Bericht, oder besser gesagt mein kleines Erlebnis im Alleingang zu einem idyllischen Plätzchen, hier in unserem schönen Wiesental.
Ich begab mich an einem herrlichen frühsommerlichen Dienstag Morgen auf eine kleine Tour, hier in der näheren Umgebung. Da ich gegen Mittag wieder zu Hause sein wollte, um mit meinem Mann, der leider arbeiten musste, den Nachmittag zu verbringen, ging’s recht zeitig los. Schon vor 8.00 Uhr stand ich auf dem Wanderparkplatz, den ich mir für den Tag ausgesucht hatte. Er heißt „ Maiberg“ und befindet sich zwischen Enkenstein und Hausen i. Wiesental, die Tour 3 mit 9 km sollte es sein und schon setzten sich meine Füße in Bewegung.



Den breiten leicht ansteigenden Waldweg beschritt ich in einem gemütlichen Tempo, ich hatte ja Zeit und mein Schwerpunkt lag heute auf dem Fotografieren und geniessen, meinen eigenen Rhythmus laufen. Nach einer kurzen Weile bog ich in den Zwerweg ein, er kam mir als der Richtige vor und wirkte auf mich interessant, warum auch immer. Im Nachhinein kann ich sagen, er war einfach nur dichter bewachsen. Ich kam aber wieder auf meiner Route heraus und somit war es für mich ein kurzer Abstecher in ein weiteres Stück heimatliche Natur. Zumal ich mitten auf dem Weg dieses kleine Kerlchen entdeckte…



Der Weg führt immer wieder mal an die in der Nähe verlaufende Teerstrasse heran und so blieb es auch nicht aus, dass ich dieser ein kurzes Stück folgen musste. Nach ein paar Metern wechselte die Route wieder auf einen weichen Waldpfad.

Doch halt! Genau hier hatte ich die für mich an diesem Tag eindrucksvollste Begegnung. Da ich ja immer am ringsherum kucken bin, viel mir auf , dass auf dem zu mir von rechts her führenden Weg , etwas auf mich zu kam, meinte ich zumindest im ersten Augenblick 🙈 ich rieb mir die Augen und nun sah ich es deutlich. Ein Reh, ja genau und zwar lief dieses in einem ganz relaxten Gang, als würde es zu seiner morgendlichen Wald Inspektion unterwegs sein, von mir sich entfernend, den Weg abwärts. Ich löste meine Kamera aus und zoomte was ging, um diesen Moment festzuhalten. Was dabei herauskam, na da kuckt mal…


Links der ganze Weg. Und wer kann hier schon was erkennen?
In diesem Moment war ich total glücklich mit mir und meiner Welt und somit lief ich breitgrinsend weiter. Es war wohl so gegen 9.00 Uhr da stellte sich langsam der Hunger ein, war ja klar, nachdem ich nur schnell einen Kaffee runtergeleert hatte, um so früh wie nur möglich loszuwackeln. Trotzdem genoss ich jede Wegbiegung auf meinem kleinen Abenteuer und genoss die Ausblicke, welche sich mir zwischendurch zeigten.








Hier verweilte ich ne gute halbe Stunde. Kaffee, belegte Brötchen, Schokoriegel alles dabei. Kaum hatte ich es mir gemütlich gemacht, bemerkte ich, dass sich hier wohl auch die Frühsportler hingezogen fühlten. Es wurde gejoggt, gewalkt und Gassi gegangen. Woher kamen denn die ganzen bewegungsfreudigen Leute? Gresgen, höchstwahrscheinlich, denn dieses kleine bezaubernde Bergdörfchen liegt ja unmittelbar hier oben in der Nähe, genau gesagt, auf dem Wegweisers stand, 1,4 km.

Gestärkt ging’s weiter der nun gelben Route folgend, zum heutigen Ziel, Rümmelesbühl! Ein wunderschöner Ausblick eröffnete sich mir und die Chance einen für mich bis dahin unscheinbaren Berg, mit ganz anderen Augen zu sehen. Es handelt sich hierbei um die Hohe Möhr ( 988,8 m NHN ) sie liegt hier im Landkreis Lörrach in der Nähe von Schopfheim, ein Steinwurf von unserem zu Hause entfernt und doch war ich noch nie zu ihr hinauf gewandert. War für mich ein einfacher Familien Berg für Wochenendausflüge, aber wie gesagt, meine Einstellung dazu hat sich geändert. Ich werde eine Tour auf die Hohe Möhr einplanen und ihr mir mittlerweile interessantes Relief erkunden. Nun aber weiter, schließlich möchte ich ja euch nicht den schönsten Anblick, diesen Tages, zu lange vorenthalten.








War dies noch zu übertrumpfen? Ich ging also weiter und was soll ich sagen, so etwas liebliches, idyllisch wunderschönes hatte ich hier oben nicht erwartet. Als erstes eröffnete sich mir eine kunterbunte Blumenwiese, kniehoch kitzelten mich die Gräser, als ich auf dem schmalen Pfad hinauf wanderte. Oben angekommen, fand ich eine Bank, ideal, um eine Pause einzulegen. Ich war sofort von diesem Ort gefangen genommen, ich kann das nicht mit Worten beschreiben, wie wohl mir dort war. Diese Aussicht , diese Wiese mit ihren Wilden so verschieden durcheinander gewachsenen Blumen und Gräsern. Die Bäume durch die sanft der Wind die Blätter umsäuselt und leise ein zartes Rascheln erweckt. Diese Harmonie die mich umgab und so tief durchatmen ließ. Ich hätte ewig dort oben sitzen können, zwischen dieser wahrscheinlich uralten Eiche und der nebenan so kräftig, stark hochgewachsenen gleichaltriger Tanne. Zwei so, für mich, majestätisch anzuschauende Bäume, wo gleichzeitig so eine Ruhe und Friedlichkeit ausstrahlen. So verweilte ich dort ein paar mehr Minuten und bewunderte diese Bilderbuchlandschaft, aus der Nähe, sowie in der Weite. Von hier konnte ich schon bis in die Vogesen schauen.










Dieses wunderschöne Fleckchen Erde nennt sich „Rossboden“ , von hier aus wahr es nicht mehr weit zum laufen, der Rümmelesbühl Turm war mit 200 m ausgeschrieben. So hieß es für mich Abschied nehmen von dem so schönen Plätzchen, an dem ich hätte noch ewig so ruhend sitzen und die Seele baumeln lassen können. Noch unwissend, welches kleines Highlight mich noch erwartete, lief ich in die ausgeschilderte Richtung. Wieder war das Gras kniehoch gewachsen, ein Drahtzaun trennte die Viehweide vom Weg, es ging nochmals eine kleine Anhöhe hinauf , auf deren Kuppel ein Türmchen zu erkennen war. Abermals erblickte ich staunend ein sich in Harmonie wiegendes Landschaftsbild. Wo bin ich hier? Also ja, bei uns ist es schön in Deutschland, wir haben alles, Berge, Seen, Wälder, Flüsse und ein Wiesental, welches sich hier oben, von einer seiner schönsten Seite zeigt. Hier wachsen Birken in mitten grüner mit Gräsern überwachsener Wiesen, sie wiegen sich im Winde und ihre Blätter tanzen, so wirkt es jedenfalls auf mich. Hier und dort mal ein Felsbrocken ragt hervor, dann diese Aussicht und oben der liebevoll angelegte Grillplatz, rings um diesen kleinen Turm, mit Sonnenliegen und genügend weiteren Sitzmöglichkeiten die einen unweigerlich zum verweilen einladen. Dank des Gresgener Verschönerungsverein, kann man hier herrlich rasten und genießen. Es gibt sogar ein „Hüttenbuch“ in welches man etwas hinein schreiben kann. Ich verweile und schaue mir alles ringsum in Ruhe an, mach meine Bilder und freu mich, dass mich mein Weg hier her geführt hat. Leider wird es Zeit den Rückweg anzutreten und ich zottele los.













Der Weg verlief für mich eindeutig, dachte ich zumindest. Den Trampelpfad hinein in das kleine angrenzende Waldstück, um es zu durchlaufen, danach an der Kuhweide entlang, dann sollte ich doch auf den Weg , welchen ich von hier oben gerade noch sehe, stoßen und meine Route fortsetzen. Doch ich stand plötzlich vor dem Toilettenhäuschen , soweit ok, kann man sich ja mal anschauen, aber wo bitte führt der Weg weiter? Ich laufe und laufe und laufe in diesem kleinen Waldstück herum , aber überall stoße ich auf diesen Elektrozaun der Kuhweide, also wieder hoch zurück auf Rümmelesbühl und einen Überblick einholen. Anlauf Nummer zwei endet genauso, nirgendwo ein durchkommen, außer ich würde durch den Zaun, nein das geht nicht, oder ? Wie auch immer, nach dem dritten Anlauf befinde ich mich hinter dem Elektrozaun querfeldein die Kuhweide hinunter und holpere und stolpere irgendwie auf die rechte Route, die mit der gelben Raute.



Dem Heimweg steht nichts mehr im Wege und so laufe ich den geteerten Weg hinab Richtung Gresgen, kurz vor dem Ortsschild biege ich links ab. Da dies hier ein ausgeschriebener Rundweg ist, stoße ich unmittelbar wieder auf mein Vesperplätzchen vom Vormittag. So begebe ich mich auf den gleichen Weg zurück zum Parkplatz, welchen ich am Morgen hoch gelaufen bin. Diesmal bleibe ich auf der vorgegebenen Rute und erhasche noch ein paar tolle Ausblicke ins Kleine Wiesental.





Ungefähr nach einer Dreiviertelstunde erreiche ich entspannt und glückselig unser Auto und begebe mich auf die 10 km Heimfahrt. Das war eine kleine aber doch sehr beeindruckende Tour, somit freue ich mich, dass sie sich ganz in unserer Nähe befindet und wann immer ich Sehnsucht habe nach ein bisschen Ruhe und Harmonie im Einklang mit bezaubernder heimischen Natur, dann weiß ich jetzt, wo ich diese Komponenten vereint auffinde. Ich hoffe es hat euch gefallen auf meinem Ausflug und ihr habt ebenfalls Freude beim anschauen der Bilder , ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß. Bis bald eure Heike



































































