Wir sind nun am Ende meines kurzen Abstechers in unser ausgefülltes Leben. Meistens bleibt nur wenig Zeit, in der wir wirklich stillsitzen und mal gar nichts tun. Bei uns dreht es sich in erster Linie häufig ums Essen und dessen Zubereitung, dies liegt wahrscheinlich daran, dass wir beide im Metzgerei Handwerk oder besser gesagt mittlerweile im Fachverkauf für diesen Beruf tätig sind.

Dazu kommen noch das aktive Unterstützen des Vereins Fernspäher Helfen e.V. und mein Hobby das Wandern und Fotografieren. Wodurch ja dieser Blog entstanden ist, damit die Bilder, welche dabei entstehen, ich mit euch da draußen teilen und das erlebte in Worte fassen kann. Wenn wir zu zweit in der Natur unterwegs sind, ist das für uns der Ausgleich zum Job, bei dem wir mit vielen Menschen und in reger Kulisse uns bewegen. Auf den Wanderungen sammeln wir Kraft , genießen die Ruhe in den Wäldern und meistens entfaltet sich unser kreativer Geist, wenn wir dann nach einer Tour am Lagerfeuer sitzen, kommen die verrückteste Idee zustande.

Der Mittelpunkt in unserem Leben ist und bleibt aber die Leidenschaft zum Beruf, wir sind mit vollem Herzblut dabei. Wir sind ständig daran uns immer wieder weiter zu entwickeln, unser Wissen zu vertiefen. Ein großer Traum für meinen Mann, war es daher, sich auf seinem Beruf weiterzubilden, den er dieses Jahr erfolgreich im Seminar zum Fleischsommelier sich erfüllen konnte.


Was ist ein Fleischsommelier?
Ursprünglich wurde das Wort Sommelier aus dem griechischen „sagma“ abgeleitet, was soviel wie Packsattel bedeutet. Im lateinischen und französischen wurde daraus „somme“.
Ab dem 13 Jhd. bezeichnete man als Sommelier einen Säumer, Führer der Saumtiere.
Im 14 Jhd. war der Sommelier, Der für das Gepäck Verantwortliche. Seit dem 17 Jhd. benutzt man den Begriff eher im Haushalt. Den für die Weinausgabe zuständigen Angestellten.
Erst 1812 wurde der Sommelier als Berufsbezeichnung in der Gastronomie eingeführt, dort übernahm dieser die Verantwortung im kompletten Getränkebereich.
Aber wie ist es heute? Heute sind die „Sommeliers“ die Botschafter des guten Geschmacks, mit dem Ziel, Geschmack für den Konsumenten erlebbarer zu machen. Der Begriff „Sommelier“ ist nicht geschützt, daher eint er heute viele Bereiche im Ernährungs,- b.z.w. Nahrungsmittelhandwerk, ob Wein,- Bier,- Käse,- Brot,- oder wie in unserem Handwerk den Fleischsommelier. Es gibt nun mittlerweile viele verschiedene Rassen , nicht nur beim Rind, sondern auch beim Schwein, Lamm oder Geflügel. Neue internationale Zuschnitte in allen Bereichen, je nach Fütterung, Reifung, Zubereitungsart sind sie völlig unterschiedlich. Dies festzustellen, zu erkennen und weiter vermitteln gehört zur Aufgabe eines Sommeliers.










Und was macht nun „mein“ Fleischsommelier? Jürgens Schwerpunkt liegt auf den Steak Cuts, bevorzugt aus heimischer Aufzucht, wie zum Beispiel dem Hinterwälder Rind hier aus dem Schwarzwald, Wiesental. Zudem kommt, dass er schon immer gern Wild zubereitet hat und nun endlich sein bisheriges Wissen darüber, noch mehr vertiefen kann und neue Zubereitungsarten ausprobiert. Da entstehen ganz neue Kreationen. Diese er gern mit wissensdurstigen, geselligen, genussliebenden Interessenten verkostet. Soweit es mir möglich ist unterstütze ich ihn in all seinen Vorhaben, nicht nur, weil wir verheiratet sind, nein ich liebe unseren Beruf genauso und ich liebe es an seiner Seite zu stehen, bei den Vorbereitungen zu helfen und auch ich lerne immer weiter dazu. Und ja ich liebe seine Kreationen und ich esse gern ein geiles Stück Steak, so!











Außerdem lässt sich essen und reisen sehr gut verbinden, wie das funktioniert? Ganz einfach, der Fleischsommelier und die Hobbyfotografin ziehen ab und an gemeinsam los, dorthin wo man Beruf und Freizeit verbinden kann. Zum Beispiel mal nach Österreich zu den „Almochsen“ oder Spanien, die „alten Kühe“ besuchen, da wird’s doch wohl auch noch paar Wanderwege geben für meinen gehpaeck Blog, wo ich euch bildlich mitnehmen kann. Bis dahin schauen wir uns einfach noch ein bisschen hier in der Heimat um. Ich war zwar an diesem Tag nicht dabei, aber Jürgen hat mir paar Bilder zur Verfügung gestellt, als er die hier heimischen Hinterwälder besuchte und sich ausführlich durch deren Landwirt einen tollen Einblick verschaffen durfte, über Haltung, Fütterung und Vermarktung.









Das ist dann die schönste Seite in unserem Beruf, ganz nah und auf Tuchfühlung bei den Tieren zu sein. Sie sind nämlich ausgesprochen klug und sehr sozial, aber am herzigsten ist ihre Neugier, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Und hier verabschiede ich mich ganz leise und lass euch noch bisschen Fotos kucken. Wir sehen uns, irgendwo, irgendwann zwischen dem Leben, der Liebe und der Leidenschaft…eure Heike









Bilder zur Verfügung gestellt von Jürgen Albiez