Ich war schon mal dort… am Weltende und in diesem Beitrag nehm ich euch mit auf die kleine aber feine Aussichtsreiche 6 km lange Tour in der Kroppacher Schweiz mitten im wunderschönen Westerwald. Gleichzeitig möchte ich euch auch noch ein paar weitere Einblicke in unser kreativ ausgefülltes Leben geben. Wie schon des Öfteren erwähnt, ist dieser Blog und die dazugehörigen Wanderungen und Reisen nicht das einzige, was wir so betreiben. Wir sind auch anderweitig unterwegs, dabei versuchen wir aber Hobbys und naja Arbeit oder besser gesagt Leidenschaft zu verbinden. Beginnen wir mal hier , kurz vorm Weltende. Wie wir hier her gekommen sind und wer uns begleitet hat, na das kam so.
Die ganze Geschichte fing schon 2019 an, als wir zum Tag der offenen Tür nach Pfullendorf, um die dort ansässige Kaserne zu besichtigen und „alte“ Kameraden aus der damaligen Einheit meines Mannes zu treffen, fuhren. Wir wurden schon erwartet, da wollte uns jemand ganz dringend kennenlernen. Und so kam eins zum anderen, wir trafen paar bekannte Gesichter, hier und da ein Schwätzchen, sind gemütlich durchs Gelände geschlendert, mein Mann erklärte mir das ein oder andere und zum Schluss sind wir dann an einem Tisch mit lustigen Gesellen hängen geblieben. Sofort wurde mein Mann an die Seite eines wissenshungrigen und gesprächigen, reiferen Kameraden zitiert. Die Rede ist von keinem anderen, als von dem, von uns mittlerweile ins Herz geschlossenen, Burkhard Flick. Mit seiner ebenso warmherzigen, unterhaltsamen Frau Maria war er angereist und was soll ich sagen, wir vier verstanden uns von der ersten Minute an. Wir plauderten munter darauf los und genossen den Abend redlich. Noch im selben Jahr im Spätsommer verbrachten wir zwei Tage bei Ihnen im Westerwald und wir tauschten Gedanken und Worte aus.


Burkhard lag schon lange eine Sache am Herzen. Diese Ideen besprachen er und Jürgen und so folgte eins zum anderen. Es wurde eine Hilfsorganisation von Burkhard ins Leben gerufen, wo Kameraden nicht nur durch Spenden, sondern auch mit einem Ansprechpartner und einer ineinander spielenden Kameradschaftlichen Hilfe, in Not geratenen Kameraden und deren Familie helfen können. Immer an seiner Seite und die Stütze im Hintergrund, seine liebe Maria. 2020 vertiefte sich die Kameradschaft und es wurde darüber gehirnt, der Hilfsorganisation eine bedeutende Festigkeit in der Welt zu geben. Viele Telefonate, schlaflose Nächte und Besuche beidseitig gingen ins Land, bis dann alle Steine aus dem Weg geräumt waren und es zur Geburtsstunde von OCULUS EXERCITUS – Fernspäher helfen! e.V. als gemeinnützigen Verein kam. Wir sind nun also auch ein Teil von diesem Verein und unterstützen Burkhard und Maria wo wir können. Das so ein Verein Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt, brauch ich euch nicht erklären und wenn man das mit dem Herzen macht, dann nimmt das auch ein großes Stück vom Privatleben ein. Daher möchte ich an dieser Stelle , Burkhard und Maria, ein großes Dankeschön und Lob aussprechen bei der ganzen Opferbereitschaft für soviel Menschen.

Mit zwei so mutigen Herztypen geht man nicht nur durch dick und dünn. Da geht man ein ganzes Stück weiter. So ergab es sich im Herbst letzten Jahres, bei einem Besuch im Westerwald, dass wir zu der Tour zum Weltende aufgebrochen sind.


Es war ein sonniger Morgen, besser gesagt später Vormittag, da wir uns schon wieder ausgedehnt verquatscht hatten , beim Frühstück, als wir endlich aufbrachen. Es ging in die Kroppacher Schweiz, wir parkten das Auto auf einem Wanderparkplatz. Ich muss gestehen, hier hab ich null Ahnung wo wir waren, weil ich eigentlich total relaxt hinterher gelaufen bin. Die Tour hatten Maria und Burkhard ausgesucht und wollten uns damit überraschen, weil sie wussten, wir wandern gerne. Daher schaut am besten selbst auf den Link, welchen ich unten anhänge, falls jemand genauer Daten möchte. Wir starteten gemütlich auf dem Wiesenweg, der auf der anderen Seite der Straße beginnt und dann schon gleich mal steil bergab durch den Wald bis ins Tal führt, zu einer Brücke, welche wir überquerten. Unter uns floss der kleine Fluss Nister ruhig plätschernd vor sich hin. Es war ein schattiges Plätzchen hier und die Sonne war an diesem Tag noch nicht ganz bis in jeden Winkel durchgedrungen, somit lag noch leichter Reif über den Wiesen.



Sogleich nach der Brücke, bogen wir rechts auf den schmalen leicht bergauf führenden Naturpfad ein. Man sollte hier, auch wenn es nicht das alpine Hochgebirge ist, etwas trittsicher sein und die Augen auf dem Weg haben. Es müssen immer wieder kleines Wurzelwerk und Gestein übergangen werden. Festes Schuhwerk empfiehlt sich bei solchen naturbelassenen und bewaldeten Routen von selbst.
Am Wegrand gibt es doch einiges zu entdecken, wie z.B. ein alter Wasserspeicher oder was das mal war. Auf jeden Fall, hab ich mich dort nicht weiter heran getraut,es wirkte auf mich zu gruselig und es war kniehoch mit Wasser geflutet. Burkhard war da etwas furchtloser, als ich und stand gleich mal Model.



Der Pfad führte uns hier ganz schön auf und ab und das ein oder andere mal kamen wir ganz gewaltig aus der Puste, immer wieder verweilten wir und bewunderten die schöne Natur. Nach einem knackigen Aufstieg eröffnete sich ein wunderschöner Pausenplatz mit einem herrlichen Ausblick über das Tal der Nister . Wir verschnauften auf den Ruhebänken und packten unser Vesper aus. Es war ein wirklich schöner Herbsttag, die Luft war kühl, die lauschigen Sonnenstrahlen kitzelten uns auf der Nase, während sie durch die langsam sich verfärbenden Blätter schienen.




Nach einer ausgedehnten Pause, lag er vor uns, der Weg zum Weltende. Nun ging’s, wie sollte es auch anders sein, bergab, den schmalen Waldweg hinab über eine weite Wiese ans Ufer der Nister. Da standen wir nun und es ging nicht weiter, weil vor uns der Fluss lag. Wo bitte verläuft der Wanderweg weiter, doch nicht etwa wieder den ganzen Trail zurück? Nö, es muss eine andere Lösung geben. Die gab es auch und zwar direkt über den Fluss! Wer macht den Anfang?


Burkhard und Jürgen testeten den natürlichen Übergang, kurz darauf befanden wir uns mitten auf dem bewegenden Nass. Jetzt aber schön konzentrieren und bitte nicht daneben treten. Jeder überquerte die Nister auf seine Weise , so sind wir alle auf der anderen Seite trocken und unversehrt angekommen. Und hier war es nun das Weltende, so stand es vor uns.





Die Sonne stand nun schon tief und der Tag neigte sich dem späten Nachmittag zu, wir stapften also weiter, denn der Parkplatz lag noch eine ganze Ecke von uns entfernt. Entlang des Waldrands ging es erst auf Naturwegen und danach auf einer kleinen Teerstrasse aufwärts , an Kuhweiden vorbei, bis kurz vor ein kleines Örtchen. Ich vermute es war Alhausen, aber ich hab da keine Erinnerungen mehr, da ich mich, übrigens total aufgehoben, auf die Orientierung von unseren Wanderführern verließ. Also, kurz vor dem Dorf , zeigten zumindest die Wegweiser links den Hang hinauf über eine Wiese, welchen wir auch folgten. Später verlief dieser nochmals in ein Waldgebiet rein und den Kamm entlang auf der anderen Seite des Tales. Der Weg war hier sehr dicht bewachsen, so dass wir im Entenmarsch hintereinander liefen, bis wir wieder Waldboden unter uns hatten. Diesen absolvierten wir jeder in seinem Tempo, denn auch hier ging es nochmals ordentlich bergauf und wir trafen uns dann fast schon am Ausgangspunkt an einer einer kleinen Bank mit kleinem Ausblick, welche wir auch in Anspruch nahmen und eine kleine Rast einlegten. Wir genossen die Ruhe und den Blick zurück über das Tal, bevor wir den letzten Abschnitt bis zum Parkplatz in Angriff nahmen. Das Licht des Tages neigte sich dem Abend hin und glückselig über unsere gemeinsame Tour kamen wir dann wieder wohlbehalten am Auto an. So stand einem gemütlichen Ausklang des Tages nichts mehr im Wege.



Na, und wer von euch macht sich als nächstes auf, zum Weltende? Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß und gutes Gelingen.
Im nächsten Blog, erfahrt ihr, warum, wir mal soeben kurz unter der Woche in die fast südlichste Ecke von Deutschland gefahren sind, bis kurz vor die Österreichischen Grenze, und zwar nach Füssen. Bis dahin eine gute Zeit und schönen Abend. Eure Heike