Insel Mainau – Perfektion in Farbe

Wer eine Reise zum Bodensee unternimmt oder Urlaub in dieser Umgebung macht, der kommt um sie nicht herum. Wenn man bunte Blumen, hochgewachsenen Bäume oder ausgefallene Gewächse jeglicher Art und Herkunft mag und sich dafür interessiert, dann ist man hier genau richtig, wo ? Na auf der Insel Mainau, im wunderschönen Bodensee in der Nähe von Konstanz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sie zu erreichen, man kann den Weg übers Festland nehmen, mit Bus, Bahn, Auto oder gar mit dem Rad oder man gönnt sich noch eine Schifffahrt mit der Fähre. Alle Informationen dazu findet ihr über den von mir eingestellten Link dann am Ende des Berichts. Da ich Unmengen von Bildern heute hier reinstelle mit kurzen Infos oder Gedanken meiner Selbst, würde ich sagen, laufen wir mal langsam los, denn meine Familie und ich sind über das Festland angereist und wenn man dort dann nach geregelter Einweisung seinen Parkplatz erreicht hat, dann läuft man noch ca. 15 Minuten bis zum Eingang. Je nachdem, wie gut man natürlich zu Fuß ist 😉

Wir haben heute einiges an Weg vor uns , immerhin beträgt die ganze Inselgrösse ungefähr 45 ha und es gibt einiges zu bewundern in diesem Jahr, es steht nämlich ganz und gar im Zeichen „Schlossjuwel und Gartenrausch“. Damit wir uns aber nicht verlaufen, lassen wir uns am Einlass einen Flyer mit ausführlichem Inselplan geben. Falls doch jemand verloren geht, kann man als Treffpunkt gleich hier sich unter dem Maskottchen „Blumi“ wiederfinden.

Nach dem freundlichen lachenden „Blumi“ laufen wir am Mainau Kinderland vorbei, da wir alle erwachsen sind, zumindest in der Körpergrößen Ausführung kommt ein Aufenthalt auf diesem großen tobespass Spielplatz nicht in Frage. Am Wegrand befinden sich die ersten Blumenbeete und der erste nicht ursprünglich heimische Taschentuchbaum. Warum dieser so heißt, ganz einfach! Wenn er blüht, schaut er aus, als hätte jemand weiße Taschentücher daran gehängt. ☺️Gleich danach können wir schon die herzig angelegten Blumenfiguren erblickten und ein Blick in den Kräutergarten werfen, dort steht auch Allerlei Wissenswertes über Pflanzen und ihre Heilkraft und Herkunft. Mein Mann liest den ein oder anderen Infopoint sehr genau, daher hab ich Zeit Fotos zu machen.

Oh hoppala, da wartet derweilen doch jemand auf mich, du kannst aber schnell lesen. Wo gehts denn jetzt hin? Über den Planetenweg in einen kunterbunten Garten mit Sitzmöglichkeiten zum verweilen, diese wurden auch gleich in Anspruch genommen. Was hab ich da für Genießer an meiner Seite, ich nutze die Pause und tue es den Hummeln und Bienen gleich, das heißt, ich schwirre umher und sammele. Nein nicht Nektar, Fotomotive für meine fleißigen Leser , damit es nicht langweilig wird zwischen den Zeilen.

Diesen Schnappschuss hat mein Mann derweilen gemacht

Nun aber weiter! In der nächsten Anlage, wartet ein Highlight auf uns. Hier gibt es einiges zu bestaunen, wie zum Beispiel den Küchengarten, den Garten für Alle, einen Interkulturellen Schulgarten, den Energiepavillon und das Café Vergissmeinnicht. Dort kann man in einem kleinen Garten Torten und Kuchen, dazu eine Kaffeegetränk genießen. Uns zog es aber in ein besonderes Haus, hier soll man sie ganz nah bewundern können. Schmetterlinge, große mit ihren farbenprächtigen schwingenden Flügeln. Sie schwirrten uns nur so um den Kopf herum, als ob wir gar nicht da wären, so schnell, dass es schon eine Kunst war, sie bildlich festzuhalten. Und diese Pflanzenwelt, ein einziges grünes, feucht tropfendes Gewächshaus mit kleinem Wasserlauf und angelegten Teich, wo Fische schwammen und hier und da Schildkröten saßen, in kleinen Gruppen aufeinander oder hintereinander. Tropische Luft eingeatmet, so sind wir da durchgewandert durch diesen Dschungel.

Sind sie nicht wunderschön? Richtig graziös in ihren verschiedenen Formen und Farben, ich war ganz angetan von dieser Vielfalt. Und so verzaubert kamen wir wieder heraus, gingen begeistert dem nächsten, für mich anmutigsten Wunder entgegen. Etwas sehr großem, dem Name her schon zu erraten, standen wir nach ein paar Metern vor ein paar wirklichen Riesen, den Mammutbäumen. Ich habe noch nie so große majestätische Bäume gesehen, weshalb ich dann auch ganz besonnen und staunend unter ihnen herging. Wie unglaublich muss dann erst die Erfahrung sein, wenn man mal das Glück hat diese in Kalifornien stehenden bewundern zu können.

Gigantisch! Also die Mammutbäumen waren schon sehr beeindruckend, sie wirken kraftvoll, aber irgendwie auch beruhigend. Auf mich strahlen Sie etwas erhabenes aus, so ein fast 150 Jahre alter Baum hat ja auch schon einiges durchgestanden. Wer wohl bis heute dort alles in seinem Schatten stand oder saß? Also eine Person ganz bestimmt, könnt ich mir vorstellen. Ich habe da jemand bestimmtes im Sinn und zwar die Person, der wir es zu verdanken haben, uns hier auf der Insel überhaupt aufhalten und an dieser Farbenpracht Teil haben zu dürfen. Die Rede ist von Lennart Graf Bernadotte, jener baute den einstigen Schlosspark seines Urgroßvaters Großherzog Friedrich I.von Baden zu einem Blumen- und Pflanzenparadies weiter aus und ermöglichte der Öffentlichkeit den Zugang. Heute wird dies alles von seinen Kindern Björn Graf Bernadotte und Bettina Gräfin Bernadotte , beide Geschäftsführer der Mainau GmbH, gemanagt. Bevor wir aber ihr Schloss besichtigen und die dazugehörige St.Marienkirche, brauch ich eine Stärkung. Hier auf der Mainau kann man nach Herzenslust auf verschiedenen Möglichkeiten speisen. Soll es zünftig im Biergarten, oder sterneküchen Ambiente mit 3 Gänge Menü sein, es ist für jeden was dabei. Wir entscheiden uns für einen Klassiker auf unserem Ausflug und lassen uns die Currywurst mit Pommes schmecken. Immerhin haben wir noch paar Stationen vor uns und die Zeit vergeht hier wahrlich wie im Flug. Also bis gleich , wir sehen uns am Schloss.

Im Schloss selbst, befinden sich die Ausstellung , das Hut-Atelier von Diana Gräfin Bernadotte, die Schlossboutique und das im dazu passenden vornehmen Ambiente dekorierte Schlossscafé, wo man sich von den vielfältigen süßen Kuchen aus der stilvollen Glasvitrine verführen lassen kann. Die machen es einem aber auch schwer hier weiter zu laufen, doch wir dürfen uns der Süßen Verführung nicht hingeben, es liegen noch einige Kilometer Pflanzenwelt vor uns , die wollen alle noch bestaunt und bewundert , aber vor allem fotografiert werden und hier kommen die nächsten Bilder. Wir bewegen unsere Füße rüber zum Palmenhaus und danach durch den Italienischen Rosengarten.

Wie ich es am Anfang schon erwähnt habe stehen dieses und nächstes Jahr unter dem Motto „Schlossjuwel & Gartenrausch“ , somit kann man auf der ganzen Mainau lebendige Inselgeschichte mit malerischen kreativen Pflanzungen sowie Installationen im Park und den Gärten bewundern und erkunden. Ich hab auch was gefunden, was ich auch gleich anprobieren muss…

Über die Brunnenarena führt uns der Weg zur Frühlingsstrasse, vorbei am Aboretum, der Baumsammlung. So langsam sind der ein oder andere etwas „Fußlahm„ somit schwenkt unser kleiner Trupp in Richtung Ausgangspunkt, was sehr schade ist. Es gibt hier noch so viel zu sehen, wie die italienische Blumen- Wassertreppe, den Dahliengarten, Pfingstrosen und Rhododendronhang , aber ich habe Einsicht, immerhin müssen wir ja auch noch fast zwei Stunden Fahrzeit rechnen. Daher schlendere ich so hinterher und knipse noch ein paar Bilder, Hauptsache, wir lassen den Bauernhof nicht aus, ich mag doch Tiere so gerne. Na und da erblicke ich noch ein interessantes Gewächsparadies, daher alles ok, wenn ihr mich sucht, ich bin da irgendwo in einem Gebüsch hängen geblieben.

Das war mal noch ein schöner Abstecher zum Schluss, nun wird’s allmählich Zeit für den Heimweg. So laufen wir gemütlich gen Ausgang, die Männer sind schon voraus gelaufen und warten geduldig auf einem Bänkla am Uferweg, für Unterhaltung sorgen die unzähligen Enten und anderen Wasservögel. Ich verabschiede mich für heute von euch und wünsche viel Freude mit den Bildern. Das nächste Mal entführe ich euch in eine andere Welt des Genusses, diesmal lass ich euch bildlich an einem weiteren wichtigen Teil in meinem Leben und der Leidenschaft meines Mannes Teil haben. Seid gespannt, wir sehen uns 🙋🏻‍♀️ eure Heike von gehpaeck

Quellen : http://www.mainau.de

Hinterlasse einen Kommentar